Engelhorn Stiftung

Unsere Philosophie

Die Stiftungsphilosophie ist auf die Förderung von wissenschaftlichem Nachwuchs in den Lebenswissenschaften ausgerichtet, um Hochbegabungen nach entsprechend eingehendem Auswahlverfahren die Möglichkeit zu bieten, in der Stipendienzeit sich ausschließlich ihrer Forschungsthematik zu widmen und voran zu kommen. Dies kann auch zum Teil durch Unterstützung bei Kongress-Teilnahmen oder von einschlägigen Symposien in den Disziplinen der Lebenswissenschaften erfolgen.

Stiftungsvita

Die Peter und Traudl Engelhorn-Stiftung wurde 1993 als Stiftung bayerischen Rechts gegründet. Sie geht zurück auf Peter Engelhorn, der zeitlebens mit regem und umfassendem Interesse die Fortschritte in Wissenschaft und Kunst verfolgte und Innovationen auf neuen Forschungsgebieten tatkräftig förderte. Frau Traudl Engelhorn-Vechiatto errichtete die Stiftung im Geiste ihres 1991 viel zu früh verstorbenen Ehemannes Peter Engelhorn.
Durch das beispielgebende Engagement von Frau Traudl Engelhorn-Vechiatto kann die Stiftung auf ein stetiges Wachstum zurück blicken. Dadurch war und ist es möglich geworden, trotz der Finanzkrise, die Förderung kontinuierlich beizubehalten. Im Oktober 2013 beging die Stiftung ihr 20-jähriges Bestehen feierlich mit einem wissenschaftlichen Symposium, das in der Evangelischen Akademie in Tutzing am Starnberger See stattfand.
Insgesamt kann die Stiftung aktuell auf über hundert Stipendiaten und 10 Träger des Forschungspreises der Stiftung blicken.


Peter Engelhorn ( 1924 – 1991 ), auf den sich unsere Stiftung gründet, verband in seiner Person den Industriellen und Mäzen in klassischer Weise. Zeitlebens verfolgte er mit umfassendem Interesse die Fortschritte in Wissenschaft, Kunst und Industrie und wirkte aufgrund eigener Erfahrungen an ihrer Förderung mit.

Als Diplom-Ingenieur an der Technischen Hochschule Aachen ausgebildet, konnte er die kreativen Kräfte erfassen, die in den naturwissenschaftlichen Disziplinen schlummern. Unter Ausnutzung dieser Möglichkeiten lenkte er in seinem langen Berufsleben als maßgeblicher Gesellschafter eines internationalen chemisch-pharmazeutischen Konzerns die gewonnenen Erkenntnisse in wissenschaftlich modern strukturierte Bahnen, um sie dadurch der Allgemeinheit dienstbar zu machen. Die Verbindung von Naturwissenschaft und Praxis war sein Anliegen, ohne dabei jedoch die Geisteswissenschaften und die Kunst zu vergessen, deren Einbeziehung in alles menschliche Streben erst den humanen Menschen formt, der in der Kontinuität seiner historischen Gegebenheiten unsere Kultur trägt.

Die von Peter Engelhorn errichteten Stiftungen decken diesen von ihm gewählten Rahmen ab. Er gründete im Bewusstsein, dass technischer Fortschritt auch ein steigendes Risiko für die Gesellschaft bedeutet, dem die Menschheit kreativ begegnen muss, folgende Institutionen:

Konrad Lorenz Institut für Evolution und Kognitionsforschung in Wien,

Museè des art decoratifs de la Ville de Lausanne,

PE-Förderungen für Studierende der Musik e.V. in Mannheim.

Als Brücke von der Kunst zu den Naturwissenschaften im Sinne seines Humanismusbildes schließt sich der Kreis auch zu den Bestrebungen der

Peter und Traudl Engelhorn-Stiftung zur Förderung der Lebenswissenschaften, Bayern,

denn auch diese soll auf vielfältige Weise neue Wege vermitteln und aufstrebende Talente zur Forschungstätigkeit und Verbesserung ihres Wissens und Könnens anregen. Unsere Stiftung bildet somit den Schlussstein im Vermächtnis von Peter Engelhorn, Kunst und Wissenschaft gemeinsam als Grundlage unserer europäischen Kultur zu betrachten und diese durch ständiges kreatives Bemühen auf beiden Gebieten auch in Zukunft fort zu entwickeln.